Offenbarung 19

Jubel im Himmel über den Untergang Babylons

Nach diesem hörte ich etwas wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht sind unseres Gottes! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verdarb, und er hat das Blut seiner Knechte an ihr gerächt. Und zum zweiten Mal sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sagten: Amen, Halleluja! Und eine Stimme kam vom Thron her, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte, die ihr ihn fürchtet, die Kleinen und die Großen!

Ab Kapitel 19 werden die Ereignisse danach geschildert, nach den Gerichten Gottes folgt nun der Fokus auf Jesu Wiederkehr. Es beginnt damit, dass eine große Menge im Himmel über den Untergang Babylons jubelt. Hier finden wir eine mögliche Andeutung auf die Märtyrer der Trübsal und deren einsetzende Gerechtigkeit wieder. Das Adjektiv groß verweist auf die große Schaar in Off. 7,9, welche sich nicht vor dem Tier gebeugt haben. Sie loben Gott für seine Gerechtigkeit und alle Anwesenden stimmen mit ein. Ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, dies deutet den Zeitraum der Strafe an, nämlich auf ewig.

Das Hochzeitsmahl des Lammes

Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitgemacht. Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Und ich fiel zu seinen Füßen nieder, ihn anzubeten. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.

Und wieder erschallt eine Stimme einer großen Volksmenge, doch jetzt loben sie Gott dafür, dass er seine Herrschaft eingenommen hat. Damit einher geht das Hochzeitsmal des Lammes mit seiner Braut. Doch wer ist seine Braut? Wir wissen, dass die Gläubigen in Gruppen aufgeteilt sind. Israel und die Gläubigen des Alten Testamentes, die Gemeinde der Gnadenzeit bis zur Entrückung und letztlich die Märtyrer aus der Trübsal und deren Überrest.

Eine jüdische Hochzeit bestand aus drei Teilen. Der erste Teil war die Eheschließung und die Bezahlung der Mitgift. Der zweite Teil war das Kommen des Bräutigams der seine Braut beanspruchte und der dritte Teil war das Hochzeitsmal mit einem mehrtägigen Fest.  Das Hochzeitsmahl aus Kapitel 19 ist demnach der dritte Schritt, wobei die Ankündigung des Festes mit seinem zweiten Kommen zusammenfällt.

So verstehen wir nun auch die jeweiligen Gruppen. Im ersten Schritt ging es um die Rettung der Gläubigen aus dem Alten Testament und der Gnadenzeit. Im zweiten Schritt um die Rettung der Gläubigen zur Entrückung hin und im letzten Schritt ist es die Rettung ins Friedensreich.

Das bedeutet nun, dass dieses Fest ein irdisches Fest sein muss, denn Jesus ist dort bereits wiedergekommen.

Christus besiegt das Tier und sein Heer

Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst; und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Und die Truppen, die im Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit weißer, reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er mit ihm die Nationen schlage; und er wird sie hüten mit eisernem Stab, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Und er trägt auf seinem Gewand und an seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren. Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die hoch oben am Himmel fliegen: Kommt her, versammelt euch zum großen Mahl Gottes, damit ihr Fleisch von Königen fresst und Fleisch von Obersten und Fleisch von Mächtigen und Fleisch von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen, sowohl von Freien als auch Sklaven, sowohl von Kleinen als auch Großen! Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Truppen versammelt, um mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinen Truppen Krieg zu führen. Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet – der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten -, lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die Übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß; und alle Vögel wurden von ihrem Fleisch gesättigt.

Jetzt wird die eigentliche Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit beschrieben. Er kommt als Herrscher und mit gerechten Gericht und mit ihm seine Truppen. Der Reiter auf dem weißen Pferd ist Jesus, der nun als Herrscher und König kommt. Sein Name ist das Wort Gottes. Jesus wurde schon in der Schöpfungsgeschichte als das Wort bezeichnet, dies und die Tatsache das er als König der Könige beschrieben wird, macht deutlich dass es hier um Jesus geht.

Des Weiteren wird nun der letzte große Krieg in Megiddo Harmagedon angesprochen. Dort werden nun die Armeen der Welt versammelt und mit ihnen der Antichrist und sein falscher Prophet. Ein Engel befiehlt den Vögeln zu kommen um sich an den Leichen satt zu essen. Das Tier und sein falscher Prophet jedoch werden lebendig ergriffen und in den Feuersee geworfen. Der Feuersee ist der Ort der ewigen Pein und Qualen für alle die verloren gehen.